Die Rollei-Schwestern

Neben den drei Nikon-Schwestern gibt es in der Familie noch zwei Schwestern. Altersunterschied 30 Jahre! Während die drei Nikon-Schwestern aus Japan kommen (wirklich Made in Japan), wurden die beiden Rollei-Schwestern in Braunschweig geboren. Die ältere der beiden, eine Rolleiflex 2.8 C, hat Fotogeschichte geschrieben. Für Generationen großer Fotografen war sie ein unverzichtbarer Begleiter. Weil die Geschichte der Rolleiflex und ihres Herstellers Franke & Heidecke so komplex und spannend ist, reicht hier nicht ein “komplettes Handbuch” wie bei Nikon. Claus Prochnow, 36 Jahre lang als Chefkonstrukteur bei Franke & Heidecke für die Rolleiflex verantwortlich, hat die ganze Geschichte in fünf Bänden “Rollei Report” zusammengetragen.

Die fünf Bände, inzwischen eine bibliografische Rarität, listen minutiös Studien, Prototypen, Patente und Serienmodelle auf. Anhand der Seriennummer findet man hier die Daten jedes noch so spezifischen Modells.
Das Besondere an meiner zwischen 1952 und 1955 hergestellten Rolleiflex 2.8 C ist das Objektiv. Während bei fast allen Kameras dieser Serie ein Planar 1:2.8/80mm von Carl Zeiss verbaut wurde, finden wir hier ein Xenotar 1:2.8/80mm von Schneider-Kreuznach.


Mit der jüngeren der beiden Rollei-Schwestern, der Rolleiflex SL begründete Rollei eine völlig neues Konzept einer modularen Systemkamera mit Wechselobjektiven, Filmkassetten, Schlitzverschluss und Balgenauszug. Von der SL66E mit TTL-Belichtungsmessung wurden zwischen 1982 und 1992 nur 2000 Exemplare hergestellt.

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